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Berufausbildungsförderung (BAföG)

Studierenden, Auszubildenden und Schülern soll unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten eine Ausbildung oder ein Studium ermöglicht werden, das ihren Interessen und Neigungen entspricht.

Unter welchen Voraussetzungen erhalte ich BAföG?
Wie erhalte ich BAföG?
Wie erfolgt die Förderung?
Wann bekomme ich einen Zuschuss nach dem Bayerischen Ausbildungsförderungsgesetz?
Was versteht man unter Berufsausbildungsbeihilfe?

Unter welchen Voraussetzungen erhalte ich BAföG?

Ob ein Student oder ein Auszubildender BAföG (Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz) erhalten kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Die Ausbildung an Hochschulen, Fach- und Fachoberschulen, Berufsaufbauschulen, Abendschulen, höheren Fachschulen und Akademien sind bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen grundsätzlich förderungsberechtigt. Sogar eine Schulbildung ab der 10. Klasse kann in besonderen Fällen gefördert werden, wenn zum Beispiel ein junger Mensch noch während der Schulzeit aufgrund von familiären Problemen sein Elternhaus verlässt. Auch Entfernungen zur Ausbildungsstätte können dabei eine Rolle spielen. Grundsätzlich werden aber nur das erste Studium und die erste Berufsausbildung durch BAföG unterstützt.

Einen Antrag auf BAföG für ein Studium können nicht nur deutsche Staatsbürger stellen. Auch ausländische Mitbürger können BAföG erhalten. Sie müssen allerdings ein Daueraufenthaltsrecht vorweisen können.

Ebenso wird das Einkommen und Vermögen der Eltern oder des Ehegatten geprüft, um zu sehen, ob dies zur Finanzierung des Studiums ausreicht. Denn die Höhe der zu bewilligenden Förderung hängt errechnet sich aus dem Vermögen der Eltern, des Ehepartners oder des eigenen Einkommens. Dafür müssen bei der Antragstellung Belege mit eingereicht werden.

Wie erhalte ich BAföG?

Um BAföG zu erhalten, muss ein schriftlicher Antrag gestellt werden. Beim Amt für Ausbildungsförderung der Stadt oder Kreisverwaltung des Wohnortes der Eltern können Schüler einen Antrag erhalten und einreichen. Studenten erhalten einen BAföG-Antrag beim Studentenwerk der Universität. Alle anderen Antragsteller können sich an das Amt für Ausbildungsförderung wenden, das jeweils im Ort oder Bezirk des Ausbildungsstätte liegt.

Der BAföG-Antrag muss auf jeden Fall vor Beginn der Ausbildung gestellt werden, da rückwirkend keine Leistungen gewährt werden. Mann muss ihn auch jedes Jahr neu stellen und sollte ihn rechtzeitig einreichen, da die Ämter in der Regel stark ausgelastet sind und ansonsten nicht garantiert ist, dass die finanzielle Unterstützung rechtzeitig zu Beginn des Ausbildungsjahres gewährt werden kann.

Um BAföG zu erhalten, muss auch erkennbar sein, dass die Studierenden ihr angestrebtes Ausbildungsziel auch erreichen werden. Das bedeutet: Um die Förderung bis zum Ende zu erhalten, müssen nach einer bestimmten Studienzeit Leistungsnachweise vorgelegt werden. Das können abgelegte Zwischenprüfungen oder erlangte Noten sein.

Wie erfolgt die Förderung?

BAföG ist ein Darlehen, das heißt: es muss an den Staat zurückgezahlt werden. Nur Schüler müssen die Förderung nicht zurückzahlen. Studierende und Auszubildende an höheren Fachschulen und Akademien erhalten BAföG grundsätzlich zur Hälfte als Zuschuss und als zinsloses Darlehen des Staates. Nach Ende der Förderungshöchstdauer müssen sie das Darlehen in niedrigen Raten wieder zurückzahlen.

Bei der Rückzahlungsverpflichtung werden gewisse soziale Gesichtspunkte und besondere Leistungen berücksichtigt. Wer beispielsweise sein Studium mit besonders guten Noten abschließt, dem können auf Antrag bis zu 25 Prozent des Darlehens erlassen werden. Niemand muss auch mehr als 10.000 Euro zurückbezahlen.

Weiterführende Informationen, auch zu Förderungsarten und Förderungshöhen sowie Antragsformulare erhalten Sie beim Bundesministerium für Bildung und Forschung www.das-neue-bafoeg.de

Wann bekomme ich einen Zuschuss nach dem Bayerischen Ausbildungsförderungsgesetz?

Schüler bis zur 10. Klasse an Realschulen, Gymnasien oder Wirtschaftsschulen können in Bayern über das Bayerische Ausbildungsförderungsgesetz einen Zuschuss bekommen, wenn sie auswärtig untergebracht sind. Der Antrag hierfür ist im Landratsamt oder in kreisfreien Städten bei der Stadtverwaltung zu stellen.

Was versteht man unter Berufsausbildungsbeihilfe?

Berufsausbildungsbeihilfe wird gezahlt, um eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu ermöglichen, wenn der Auszubildende wegen der Entfernung zur Ausbildungsstelle nicht bei seinen Eltern wohnen kann.

Die Höhe der Berufsausbildungsbeihilfe richtet sich nach der Art der Unterbringung, dem Gesamtbedarf des Auszubildenden und seinem Einkommen. Auch das Einkommen der Eltern wird angerechnet, wobei es Freibeträge gibt.

Bei berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen werden Lehrgangskosten, Fahrtkosten, Kosten für Lehrmittel und Arbeitskleidung erstattet. Für behinderte Auszubildende gibt es Sonderregelungen.

Wichtig ist, dass der Antrag vor Beginn der Ausbildung gestellt wird.

Zuständig ist die Agentur für Arbeit, in dessen Bezirk der Auszubildende seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat oder die Agentur, in dessen Bezirk die Eltern wohnen.