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Heilpädagogische Tagesstätten

Heilpädagogische Tagesstätten (HPT) haben sich entwickelt, um Kindern, die massive Probleme in ihrer Entwicklung haben, eine intensive Förderung zu bieten. Gleichzeitig wird den Kindern ermöglicht, weiter in ihrer Familie zu leben.

Heilpädagogische Tagesstätten sind nicht wie der Kindergarten oder der Hort ein Angebot, das einfach in Anspruch genommen werden kann. Sie können also nicht hingehen und Ihr Kind dort anmelden.

Heilpädagogische Tagesstätten sind eine Form der Hilfe zur Erziehung nach den §§ 27 und 32 SGB VIII. Das heißt, das Jugendamt stellt fest, ob für ein Kind die Förderung in einer HPT notwendig ist. Den Anspruch auf eine Hilfe zur Erziehung haben die Eltern. Sie werden einkommensabhängig auch zu den Kosten herangezogen.

Wenn Sie also denken, dass Ihr Kind besondere Unterstützung und Förderung seiner Entwicklung benötigt, wenden Sie sich an Ihr Jugendamt. Dort wird mit Ihnen gemeinsam überlegt, welche Hilfe für Sie und Ihr Kind die geeignete ist.

Welche Kinder werden in einer HPT aufgenommen?
Was bedeutet Heilpädagogik?

Welche Kinder werden in einer HPT aufgenommen?

Heilpädagogische Tagesstätten selbst haben es einmal so beschrieben: Kinder, die zu uns kommen, haben gravierende Störungen in ihrem Verhalten, massive Lern- und Leistungsstörungen und große Entwicklungsrückstände.

Es sind Kinder, die aus den unterschiedlichsten Gründen keine Orientierung erfahren haben, die ihre Bedürfnisse nach ausreichender Anerkennung und Zuwendung nicht mehr erkennen und die darauf mit unangemessenem Verhalten wie Aggression oder Verweigerung reagieren. Die Folge sind Misserfolge, ein negatives Selbstwertgefühl und weitere Rückstände. Ein Teufelskreis!

Die Eltern sind oftmals mit der Situation überfordert, haben das Gefühl, versagt zu haben und können ihren Kindern selbst nicht mehr da heraushelfen.

Heilpädagogische Tagesstätten bieten einen geschützten Rahmen, damit diesen Kindern alternative, korrigierende Erfahrungen ermöglicht werden. Sie machen Eltern Mut und geben Hilfestellung für die Bewältigung der Situation.

Was bedeutet Heilpädagogik?

Heilpädagogik unterstützt, kompensiert, fördert, übt, leitet an - nicht nur das Kind oder den Jugendlichen, sondern auch die Eltern.

Heilpädagogik bedeutet ganzheitliche Förderung und Betreuung. Sie bezieht die Lebenswelt des Kindes mit ein.

Heilpädagogische Tagesstätten sind daher auch mit Fachkräften aus unterschiedlichsten Berufsfeldern besetzt. Sie bieten umfassende Diagnostik, Einzelförderung, Gruppentherapie, kreative Angebote, spezielle Therapien und intensive Elternarbeit.

Die Mitarbeit der Eltern ist unerlässlich und Voraussetzung für die Gewährung der Hilfe zur Erziehung.