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Schlaf im ersten Lebensjahr

Das Leben mit einem Neugeborenen verändert vieles. In den ersten Monaten richtet sich beinahe alles nach den Bedürfnissen des Babys. Auch die Nächte sind bestimmt durch das Schlafverhalten Ihres Babys. Für die meisten Mütter und Eltern bedeutet dies: sie werden mehrfach in der Nacht durch das Schreien ihres Babys geweckt. Das Baby muss gestillt oder gefüttert, gewickelt und beruhigt werden, damit es wieder einschläft. Nach einigen Wochen ist der Schlafmangel für manche eine große Belastung. Mütter und Väter leiden unter dem Schlafentzug und sind tagsüber öfter unausgeglichen, einige auch am Ende mit ihren Nerven. Manche stoßen an ihre körperlichen und seelischen Grenzen; sie sind überfordert. Da ist es gut zu wissen: Nicht Babys, die aufwachen, sondern Babys, die durchschlafen, sind die Ausnahme.

Wieviel Schlaf benötigen Babys?
Mein Baby schläft nicht durch – ist das ein Problem?
Was können Sie tun, um Ihrem Kind das Ein- bzw. Durchschlafen zu erleichtern?
Wie lernt mein Kind, sich selbst zu beruhigen?
Was sollte ich noch beim Schlaf meines Babys beachten?
Wie kann ich das Risiko des Plötzlichen Kindestodes vermindern?
Wie kommen Mütter und Väter zu ausreichendem Schlaf?
Was können alleinerziehende Mütter tun?

Wieviel Schlaf benötigen Babys?

In den ersten beiden Monaten schläft ein Neugeborenes im Durchschnitt 16 - 18 Stunden von 24 Stunden. Das hört sich viel an. Aber Sie müssen auch wissen, dass sich diese Stundenzahl auf sechs Schlafphasen verteilt. Das macht dann im Schnitt ca. zweieinhalb Stunden Schlaf pro Schlafphase. Dass Babys mehrmals nachts wach werden, ist also völlig normal. Es ist sogar für ihr Überleben und ihre Entwicklung notwendig. Sie haben, anders als Erwachsene, noch keine Tiefschlafphasen, sondern schlafen in einem leichten Schlaf (REM-Schlaf). Dieser leichte Schlaf lässt Babys wach werden, wenn sie Hunger haben, ihnen kalt ist oder die Windel voll ist. Der REM-Schlaf ist überlebenssichernd und von der Natur so gewollt.

Nach etwa vier bis sechs Wochen schlafen die meisten Babys abends ungefähr zur gleichen Zeit ein und wachen nachts und morgens etwa um die gleiche Zeit auf. Dies sind erste erkennbare Fortschritte in der Anpassung an das Tag-Nacht-Schema.

70 % aller Babys schlafen mit drei Monaten nachts durch (sechs bis maximal acht Stunden Schlaf am Stück). Das bedeutet aber auch, dass 30 % der Babys noch häufig nachts aufwachen und ohne Hilfe nicht wieder einschlafen können.

Bis zum sechsten Monat wachen Babys mindestens einmal in der Nacht auf, weil sie Hunger haben. Eine ganze Reihe von Babys erwacht aber bereits nach zwei oder drei Stunden Schlaf und will dann trinken. Auch wenn Sie das nächtliche wiederholte Stillen und Fläschchen geben Ihres Babys sehr anstrengen, müssen Sie es akzeptieren. Und zwar in dem Rhythmus, den Ihr Kind vorgibt. Gewöhnlich verlängern sich die Schlafenszeiten von allein.

Nach dem sechsten Monat sind es immerhin noch 12 % aller Babys, die noch häufig nachts aufwachen und ohne Hilfe nicht wieder einschlafen können. Stillbabys und solche, die es gewohnt sind, mit Elternhilfe einzuschlafen, sind dabei häufiger vertreten.

Aber denken Sie daran: Jedes Kind ist anders und Abweichungen vom Durchschnitt sind an der Tagesordnung. Kindliches Schlafverhalten gilt als angeboren. Es gibt wie bei Erwachsenen Langschläfer und Kurzschläfer. Umgewöhnen kann man das nicht. Bedenken sie, dass Ihr Kind nur so viel schlafen kann, wie es seinem individuellen Schlafbedürfnis entspricht.

Mein Baby schläft nicht durch – ist das ein Problem?

Oft bekommt die Mutter oder das Elternpaar zu hören, dass es früher ein Leichtes war, die Kinder zum Durchschlafen zu bringen, andere Kinder würden von Beginn an durchschlafen. So wird der Schlaf Ihres Babys schnell zu einem Problem, weil nun angeblich Sie als Mutter oder Elternteil etwas falsch machen. Doch das ist Unsinn.

Tatsache ist: Die innere Uhr eines Babys tickt anders als die von Erwachsenen. Ihr Baby kann noch gar nicht nachts durchschlafen. Das ist naturgegeben. Babys müssen das sogenannte Durchschlafen erst lernen. Dazu gehört, dass sie Tag und Nacht unterscheiden lernen. Das ist keine Sache von Tagen, sondern ein Prozess.

Dieser Prozess läuft bei jedem Kind individuell ab. Bei manchen Babys dauert dieser länger, bei manchen kürzer. Vergessen Sie nie: Es ist kein böser Wille, wenn Ihr Baby in der Nacht wach wird, schreit und nicht mehr zur Ruhe kommt. Es ist vielmehr eine Sache der körperlichen und seelischen Entwicklung. Halten Sie sich dies bitte immer vor Augen, wenn Sie kurz davor sind, an Ihrer Schlaflosigkeit oder Ihrem schon wieder schreienden Kind zu verzweifeln. Ihr Baby ist noch nicht soweit. Und denken Sie immer daran: jedes Kind lernt es irgendwann. Versuchen Sie Trost darin zu finden, dass diese Phase bald vorbei sein wird. Außerdem können Sie als Mutter und Eltern Ihrem Kind helfen, wie es leichter in den Schlaf findet.

Warum haben Neugeborene Probleme mit dem Ein- bzw. Durchschlafen?

Kaum jemand macht sich darüber Gedanken, was es für ein Neugeborenes bedeutet, sich an die neue Lebenswirklichkeit außerhalb des Mutterleibes anzupassen. Bislang hat es im Mutterleib nicht zwischen Tag und Nacht unterschieden. Wenn die Mutter schlief, war es oft putzmunter und turnte in ihrem Bauch. Während die Mutter arbeitete, schlief das Ungeborene. Alles, was es zum Überleben benötigte, war jederzeit vorhanden. Hunger- und Durstgefühle kamen nicht auf, es war immer gleichbleibend warm und angenehm. Es war immer verbunden mit dem Leib seiner Mutter, hörte den beruhigenden Herzschlag seiner Mutter, kannte kein Gefühl des Getrenntseins von ihr.

Nach der Geburt muss das Baby sich umstellen. Es muss sich erst körperlich und seelisch entwickeln, um sich an ein für uns gültiges Tag-Nacht-Schema anzupassen. Anfangs unterscheidet das Baby noch nicht zwischen Tag und Nacht. Sechs Schlafphasen im Laufe des Tages sind typisch, manche Kinder bringen es auf mehr. Um die nächtlichen Schlafphasen auszuweiten, braucht das Baby liebevolle tagtägliche Unterstützung. Und es muss lernen, wenn es aufgewacht ist, sich selber wieder zum Einschlafen zu bringen, denn eins muss allen Müttern und Vätern bewusst sein: es heisst zwar "Durchschlafen", aber jedes Baby wird jede Nacht mehrfach wach und muss dann lernen, sich alleine wieder zum Einschlafen zu bringen.

Was können Sie tun, um Ihrem Kind das Ein- bzw. Durchschlafen zu erleichtern?

Ihr Baby braucht noch einen engen Körperkontakt und viel Aufmerksamkeit und Zuwendung, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Wenn Ihr Baby nicht einschlafen kann oder aufwacht und schreit, benötigt es Zeichen Ihrer Nähe und Fürsorge. Reagieren Sie vertrauensstiftend und beruhigend, helfen Sie damit Ihrem Baby, dass es sich zunehmend selbständig zur Ruhe bringen kann. Übertreiben Sie es mit Ihrer Fürsorge aber nicht. Nehmen Sie zum Beispiel Ihr Baby nicht immer gleich hoch, wenn es sich bemerkbar macht. Sprechen Sie lieber leise mit ihm und zeigen Sie ihm mit kleinen Gesten der Zuneigung, dass es sich sicher und geborgen fühlen kann.

Ein Alltag, der nach gewissen Regeln abläuft, hilft Ihrem Kind, zur Ruhe zu kommen und bietet Orientierung. Essenszeiten, Spielzeiten, Aufenthalte im Freien und Ruhezeiten müssen klar voneinander abgegrenzt erlebbar sein und sollten im gleichen Rhythmus stattfinden. Diese von Ihnen einzuführende Struktur hilft Ihrem Kind nach und nach zu lernen, dass alles seine Zeit hat. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Sie nun keine Ausnahmen zulassen dürfen.

Gehen Sie viel mit Ihrem Kind an die frische Luft. Der Aufenthalt in der Natur und die Bewegung tun Ihrem Kind und Ihnen gut und sind gesund.

Was Ihr Kind tagsüber erlebt, hat Einfluss auf sein Ein- und Durchschlafen. Ein Baby, das erlebt, dass seine "Welterkundungen" zugelassen und unterstützt werden, gewinnt eher das zum selbstständigen Einschlafen nötige Selbstvertrauen. Spielt Ihr Baby etwa mit seinen Fingern, können Sie es ruhig sich selbst überlassen. Das hilft Ihrem Kind, erste Schritte in die Eigenständigkeit zu machen.

Am Abend sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr Kind und Sie langsam zur Ruhe kommen. Laute Musik oder ein laufender Fernseher regen Kinder auf. Ruhige sanfte Musik dagegen mögen schon Babys sehr gerne. Sie hilft beim Entspannen, ebenso wie ein allabendliches Bad, eine sanfte Babymassage, das Zähneputzen, das Anziehen eines Schlafanzuges oder Stramplers. Wenn ein Baby regelmäßig diese Abläufe erlebt, begreift es, dass es Zeit ist, bald schlafen zu gehen. Das Erleben dieser Regelmäßigkeit verschafft dem Baby das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Dieses Gefühl benötigt ein Kind, um sich dem Schlaf hingeben zu können.

Aber nur, wenn Ihr Kind wirklich müde ist, wird es auch zur Ruhe finden und einschlafen. Zum Schlafen zwingen kann man kein Baby. Es braucht Müdigkeit. Zeichen von Müdigkeit sind z.B.: Ihr Baby wendet den Blick ab, gähnt, reibt sich die Augen. Ein übermüdetes Kind hat es ebenfalls schwer, einzuschlafen. Es gibt ein sogenanntes "Tor zum Einschlafen". Wird es übergangen, dauert es meist länger, bis sich ein neues Tor auftut.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass Durchschlafprobleme Wiedereinschlafprobleme sind. Alle Kinder wachen mehrmals in der Nacht auf. Nur Kinder, die es nicht wieder schaffen, sich selber in den Schlaf zu bringen, haben Durchschlafprobleme. Ein Kind, das mit Ihrer Unterstützung, zum Beispiel mittels eines kurzen Einschlafrituals, gelernt hat, einzuschlafen, hat es auch in der Nacht einfacher, nach einem Aufwachen selbstständig in den Schlaf zu finden. Es kann sich auf sich selber verlassen.

Ein Einschlafritual sorgt also für Sicherheit und Halt. Jede Mutter, alle Elternpaare sollten ihr ganz persönliches Einschlafritual für ihr Baby erfinden, das zu ihnen und ihrem Baby passt und sich daran allabendlich halten. Sie werden sehen, Ihr Kind besteht auf diesem Ritual. Singen Sie Ihrem Baby zum Beispiel nach dem Hinlegen ein Gute-Nacht-Lied vor, das Sie gerne mögen. Wenn Ihr Kind ruhig und entspannt ist, geben Sie ihm einen Gute-Nacht-Kuss und gehen dann aus dem Zimmer. Dieses allabendlich wiederkehrende Ritual gibt Ihrem Kind das Gefühl, dass alles in Ordnung ist und es sich sicher und geborgen fühlen kann.

Allerdings: Das Einschlafritual sollte keinesfalls länger als 30 Minuten dauern, und Sie körperlich nicht anstrengen, da es sonst zu einer aufwändigen Einschlafhilfe wird, die weder Ihnen noch Ihrem Kind dauerhaft gut tut. Vermeiden Sie zum Beispiel, dass Ihr Kind sich daran gewöhnt, herumgetragen und gewiegt zu werden, bis es eingeschlafen ist, oder es gewohnt ist, regelmäßig an der Brust einzuschlafen und schlafend in sein Bettchen gelegt zu werden. Solche Einschlafhilfen haben unangenehme Folgen. Ihr Kind wird diese für es so angenehme Einschlafhilfe schreiend einfordern. Einschlafhilfen, die Sie auf Dauer nicht durchhalten wollen oder können, müssen Sie vermeiden. Ein Kind kann zwar umgewöhnt werden, aber der Preis für Eltern und Kind ist hoch. Eine spätere Umgewöhnung ist für Eltern und Kind anstrengend.

Wie lernt mein Kind, sich selbst zu beruhigen?

Vielleicht hat das Einschlafen auch etwas Bedrohliches für das Kind. Um selbstständig einzuschlafen, müssen Babys lernen, sich selbst zu beruhigen. Manche saugen dazu an ihren Händchen oder räkeln sich. Das sich selber beruhigen gelingt nicht jedem Baby auf Anhieb. Es gibt Babys, die nach dem Aufwachen meist wieder alleine einschlafen. Man kann sie als "Selbstberuhiger" bezeichnen. "Zeichengeber" hingegen brauchen elterliche Hilfe, um wieder in den Schlaf zu finden. Quengelt Ihr Baby, sollten Sie leise und beruhigend mit ihm sprechen. Reicht Ihrem Baby dieses Zeichen nicht aus, sollten Sie es sanft streicheln, damit es den Weg zurück in den Schlaf findet. Erst, wenn das nichts hilft, sollten Sie stillen oder das Fläschchen geben.

Die Fähigkeit, ohne engen körperlichen Kontakt, wie er im Mutterleib vorhanden war, einzuschlafen, wächst mit den Monaten. Sie können Ihrem Baby dabei helfen, indem Sie es zum Beispiel nach einigen Monaten nicht mehr gewohnheitsmäßig an der Brust oder auf dem Arm einschlafen lassen. Legen Sie es dann zum Einschlafen lieber in sein Bettchen und führen Sie ein gleichbleibendes, nicht zu lange währendes Schlafritual ein.

Was sollte ich noch beim Schlaf meines Babys beachten?

Schreit Ihr Baby nachts, gehen Sie zu ihm. Es braucht Sie. Um ihm zu helfen, sich an das Durchschlafen zu gewöhnen, beachten Sie, dass...

  • ... Sie im Schlafzimmer kein Licht anmachen, wenn Sie hineingehen, weil das Baby weint. Streicheln Sie es ein wenig, damit es sich geborgen fühlt.
  • ... Sie Ihr Baby zügig wickeln, wenn es nass ist.
  • ... Sie nicht mit ihm spielen und nur wenig und mit leiser Stimme mit ihm reden (höchstens ein paar beruhigende Worte). So erkennt das Kind, dass die Nacht nicht zum Spielen da ist, sondern Ruhe und Entspannung angesagt sind. Auf keinen Fall sollten Sie Ihr Kind nachts unterhalten.
  • ... Sie Ihr Baby nicht daran gewöhnen, zum wieder einschlafen die Mutterbrust oder ein Fläschchen zu brauchen. Dann kann es begreifen lernen, dass die Nacht zum Schlafen da ist.
  • ... das Schlafzimmer gut durchgelüftet ist. Es ist möglich, dass Ihr Kind leicht schwitzt oder friert. Sorgen Sie dann für die richtige Zimmertemperatur.

Ebenso sollte Sie bei sich selbst für Entspannung sorgen. Babys sind sehr sensibel und einfühlsam. Die Nervosität und Unruhe von Ihnen und Ihrer Umgebung überträgt sich auf Ihr Kind.

Erwarten Sie nicht, dass Sie Ihr Kind abends um 21 Uhr zu Bett bringen und bis morgens um sieben Uhr schlafen können. Wenn Ihr Kind zwischen drei Uhr und fünf Uhr schreit, weil es aufgewacht ist und Hunger oder Durst verspürt, ist das auch für ein durchschlafendes Kind normal.

Wie kann ich das Risiko des Plötzlichen Kindstodes vermindern?

Vom Plötzlichen Kindstod oder Sudden Infant Death Syndrom (SIDS) sprechen Mediziner, wenn ein zuvor gesundes Baby anscheinend ohne ersichtlichen Grund stirbt. Die meisten Fälle treten im ersten Lebensjahr auf. Die Babys wachen nicht mehr auf, sie ersticken im Schlaf. Obwohl die Ursachen für den Plötzlichen Kindstod noch nicht gänzlich erforscht sind, kennt man inzwischen einige Risikofaktoren und weiß, welche Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen sind.

  • Babybett im Elternschlafzimmer
    Im ersten Lebensjahr sollte das Bettchen oder die Wiege des Babys in Ihrem Schlafzimmer untergebracht sein. Forscher vermuten, dass der Atemrhythmus der Erwachsenen das Kind positiv beeinflusst. Natürlich können Sie Ihr Kind zum Stillen und Kuscheln zu sich ins Bett holen, aber danach sollte es zum Schlafen in sein eigenes Bettchen gelegt werden.
     
  • Stillen
    Stillen Sie Ihr Baby möglichst bis zum sechsten Monat. Die Muttermilch bietet Schutz vor Infekten und Allergien und stärkt das Immunsystem.
     
  • Rückenlage
    Am besten ist es, Ihr Baby zum Schlafen auf den Rücken zu legen. Weder die Seitenlage noch die Bauchlage werden empfohlen.
     
  • Schlafsack
    Ein passender Schlafsack ist die bessere Alternative zu einer Bettdecke. Außerdem verhindert ein Schlafsack später bei älteren Babys, dass sie sich vom Rücken auf den Bauch drehen.
     
  • Kopfkissen und Schmusetiere
    Babys brauchen kein Kissen zum Schlafen. Auch Schmusedecken und Stofftiere sollten Sie während der ersten Zeit noch aus dem Bett Ihres Kindes nehmen.
     
  • Matratze
    Die Matratze sollte nicht zu weich, aber auch nicht zu hart sein. Ideal ist, wenn der Körper Ihres Kindes ca. 2 cm in die Matratze einsinken kann. Achten Sie darauf, dass die Matratze luftdurchlässig ist, so zirkuliert die Atemluft besser.
     
  • Raumtemperatur
    Achten Sie auf die richtige Temperatur im Schlafzimmer. Die optimale Raumtemperatur liegt zwischen 16 bis 18 Grad Clesius. Lüften Sie den Raum regelmäßig. Übrigens, Babys brauchen kein Mützchen zum Schlafen. Verzichten Sie auf Wärmflaschen, Heizkissen, dicke Bettdecken und Felle.
     
  • Nichtraucher
    Forscher haben herausgefunden, dass Säuglinge von rauchenden Müttern ein deutlich höheres Risiko haben, am plötzlichen Kindstod zu sterben. Ihre Atemwege sind vorbelastet und ihr Immunsystem ist geschwächt. Ihrem Kind zuliebe sollten Sie deshalb das Rauchen aufgeben oder zumindest in der Wohnung darauf verzichten.

Und nicht vergessen: Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind gesund ist. Gehen Sie zu jeder Früherkennungsuntersuchung. Und wenn Sie über das Schlafverhalten Ihres Kindes beunruhigt sind, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin darüber reden.

Wie kommen Mütter und Väter zu ausreichendem Schlaf?

Dass Sie als Mütter und Eltern eines Babys nicht monatelang auf Ihre Nachtruhe verzichten können, ist natürlich. Sie brauchen Ihren Schlaf, um sich von dem anstrengenden Alltag mit Ihrem Baby zu erholen. Sie müssen neue Kräfte sammeln. Müde, abgespannt, gestresst nach einer durchwachten Nacht - so können Sie den nächsten Tag kaum überstehen. Ihr Wunsch nach Nachtruhe ist daher völlig normal. Um wenigstens hin und wieder Kraft zu schöpfen, hilft nur, dass Sie und Ihr Partner sich absprechen. Einigen Sie sich darauf, abwechselnd aufzustehen. So kommen Sie beide in den Genuss, immer wieder einmal eine Nacht durchschlafen zu können.

Ein weiterer Tipp: Handeln Sie pragmatisch. Passen Sie die eigenen Schlafenszeiten in den ersten Monaten an die Schlafzeiten Ihres Kindes an. Damit erhalten Sie beinahe soviel Schlaf wie das eigene Kind. Und nutzen Sie auch den Mittagsschlaf Ihres Kindes zur Erholung.

Was können alleinerziehende Mütter tun?

Alleinerziehende Mütter sind zeitlich oft besonders belastet, weil kein Partner da ist, der nach Feierabend eine Entlastung darstellen könnte. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich nicht scheuen, angebotene Hilfe zu ergreifen. Lassen Sie sich von Oma und Opa, den Geschwistern und von Freunden helfen, damit Sie endlich einmal wieder ausschlafen können. Und nehmen Sie ruhig Ihr Kind mit in Ihr Bett. Schlafen Sie am Tag, wenn Ihr Kind Mittagsschlaf macht. Denken Sie daran: der Haushalt ist nicht so wichtig. Ihr Schlaf und Ihre Gesundheit sind es schon.