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Arbeiten / Jobs

Es gibt vermutlich keine Eltern, die nicht die Klage ihres Kindes kennen, dass das Taschengeld zu wenig sei. Egal wie häufig und regelmäßig die Wünsche des Nachwuchses erfüllt werden, die Liste der Begehrlichkeiten ist immer gleich lang. Wünsche darf Ihr Kind haben, so viele es möchte. Nur muss es lernen, dass immer einige unerfüllbar bleiben.

Für den Umgang mit Geld, um seinen Wert kennen zu lernen und um zu erleben, dass für Geld in den meisten Fällen schwer gearbeitet werden muss, ist es wichtig, dass ein junger Mensch nur so viel Geld zur Verfügung hat, wie im Allgemeinen für sein Alter passend ist.

Einem kleineren Kind reicht sein Taschengeld meistens. Es freut sich noch darüber, dass es sich Bonbons, ein Eis oder mal ein Stückchen Kuchen außer der Reihe dafür kaufen kann. Der Kaufakt als solcher ist aufregend. Je älter das Kind wird, umso größer und teurer werden die Wünsche. Disco- und Kinobesuche belasten den Geldbeutel, hier mal ein Getränk, dort ein Essen bei McDonald's - und schon ist das Taschengeld weg.

Der Ausweg ist schließlich, nachmittags, an den schulfreien Samstagen oder in den Ferien zu arbeiten, um das Taschengeld aufzubessern. Grundsätzlich ist dagegen nichts zu sagen. Es schadet nicht, wenn Jugendliche frühzeitig erfahren, dass zehn Euro zwar schnell ausgegeben sind, aber dass man lange dafür arbeiten muss.

Ein Nebenjob für Ihr Kind – worauf sollten Sie achten?
Ein Nebenjob für mein Kind – was kann es dabei lernen?
Was regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz?

Ein Nebenjob für Ihr Kind - worauf sollten Sie achten?

Wenn Ihr Kind mit einem Nebenjob sein Taschengeld aufbessern möchte, spricht grundsätzlich nichts dagegen, wobei Sie zur Bedingung machen sollten, dass seine schulischen Leistungen nicht darunter leiden.

Der "Arbeitsplatz" sollte in erreichbarer Nähe sein, damit der Weg dahin nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt.

Sie müssen wissen, wo Ihr Kind arbeitet, welche Arbeitsbedingungen es vereinbart hat, damit Sie bei Unstimmigkeiten und Schwierigkeiten mit dem Arbeitgeber eingreifen können.

Ein Nebenjob für mein Kind - was kann es dabei lernen?

Die bereits über das Taschengeld erworbenen Kenntnisse im Umgang mit Finanzen werden über das Selbstverdiente vertieft und verändert.

Die Eigenverantwortlichkeit im Umgang mit Geld, seine Einteilung und das Haushalten damit werden verbessert. Denn wenn man weiß, wie schwer das Geld zu verdienen ist, wird man es nicht mehr so leicht ausgeben - schon gar nicht für unsinnige Dinge.

Bei jeder Art von Nebenjob wird Ihr Kind wertvolle Erfahrungen machen. Gibt es Nachhilfeunterricht, tut es gleichzeitig etwas für seine eigenen schulischen Leistungen. Passt es auf ein Baby auf, muss es ein Pflichtbewusstsein zeigen, das es sonst vielleicht noch gar nicht braucht. Arbeitet es als Aushilfe im Verkauf, wird es organisieren und mit fremdem Geld umgehen müssen. Wenn es Zeitungen (Stadtteilblätter) verteilt, wird es dies nicht nur bei Sonnenschein, sondern auch bei Regen machen müssen. Das kann sehr unbequem sein.

Sie werden vielleicht staunen, dass Ihr Kind auf einmal pünktlich sein kann, dass es Dinge macht, die es zu Hause noch nie getan hat. Und Sie werden sehen, wie stolz es ist auf seine Leistung, dass es fähig ist, eigenes Geld zu verdienen.

Was regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz?

Wenn Ihr Kind arbeiten will, muss das Jugendarbeitsschutzgesetz eingehalten werden. Dieses Gesetz soll Kinder und Jugendliche vor Überforderung und gesundheitlichen Gefahren am Arbeitsplatz schützen. Mit Ihrem Einverständnis darf Ihr Kind vor seinem 15. Geburtstag nur unter bestimmten Voraussetzungen arbeiten, zum Beispiel bei Theaterauftritten oder Foto- und Filmaufnahmen. Dafür ist eine Genehmigung des Gewerbeaufsichtsamtes notwendig.

Zwischen dem 13. und vor dem 15. Geburtstag darf Ihr Kind auch ohne behördliche Genehmigung eine leichte und für Kinder geeignete Tätigkeit ausüben. Welche Arbeiten dazu zählen, ist ganz genau in der Kinderarbeitsschutzverordnung geregelt, z.B. Zeitungen austragen, Babysitten, Nachhilfeunterricht, Einkaufen, Botengänge, Haustiere betreuen oder bei der Ernte helfen.